Dienstag, 7. März 2017

2017 gelesen.

 Literaturverzeichnis (Auswahl):




"Dieses Buch muß als eine vergleichende Studie gelesen werden. Meine Absicht war nicht, auf der Basis eines bestimmten Wissenstyps oder Ideenkorpus das Bild einer Epoche zu zeichnen oder den Geist eines Jahrhunderts zu rekonstruieren. Was ich wollte, war, eine bestimmte Zahl von Elementen nebeneinander zu zeigen - das Wissen von den Lebewesen, das Wissen von den Gesetzen der Sprache und das Wissen der ökonomischen Fakten - und sie mit dem philosophischen Diskurs ihrer Zeit in Verbindung zu setzen für einen Zeitraum, der sich vom siebzehnten bis zum neunzehnten Jahrhundert erstreckt." (Foucault, Klappentext)

Michel Foucault:

Die Ordnung der Dinge
(1966)




"Die Quaestiones disputatae de veritate entstanden zwischen 1256 und 1259 und zeigen Thomas' Auseinandersetzung mit den erstarrten Lehrmeinungen der Theologie. Der Band eignet sich insbesondere als Einführung in die Grundlinien des thomistischen Denkens." (Klappentext)

"[...] erörtert Thomas Fragen, denen damals die besondere Aufmerksamkeit der gelehrten Kreise der Universität von Paris, sowohl der Professoren wie auch der Studenten galt." (Einleitung)

Thomas von Aquin:

Von der Wahrheit


"Die Unhaltbarkeit des Schlosses begann erst mit seinem Besuch; als träte alles, was bisher im Dornröschenschlaf gelegen hatte, wieder in die Gegenwart ein. Er beschleunigte den sichtbaren Verfall, riß die Dinge aus ihrer Verborgenheit. Die Stuhlgerippe und versteinerten Schränke, die im Staub vergrabenen Heizkörper, die Tapetenfossilien. Alle Unbilden, mit denen ich mich arrangiert, die ich als gegeben hingenommen hatte, in denen ich sogar eine gewisse Herausforderung, ja einen Reiz gesehen hatte, wurden von einem Moment auf den anderen zu unzumutbaren Zuständen, zum endgültigen Niedergang." (S. 320)



Marion Poschmann:

Die Sonnenposition

((c) 2013 Suhrkamp Verlag Berlin



"Als Science-Fiction-Autor, der als Fan angefangen hat, benutze ich meine Geschichten nicht als tarnende Fassade, hinter der ich die gegenwärtige Wirklichkeit kritisiere. Für mich ist der größte Reiz der Science-Fiktion die Erschaffung zahlreicher imaginärer Welten, die außerhalb der Wirklichkeit liegen. Ich war schon immer der Meinung, dass die großartigsten und schönsten Geschichten der Menschheit nicht von fahrenden Spielleuten gesungen oder von Stückeschreibern und Romanautoren verfasst werden, sondern uns von der Wissenschaft zukommen. Die Geschichten der Wissenschaft sind im Vergleich zu denen der Literatur weit überwältigender, prachtvoller, vertrackter, tiefgründiger, spannender, seltsamer, erschreckender, geheimnisvoller und sogar gefühlvoller. Nur sind diese wunderbaren Geschichten in kalte Gleichungen eingesperrt, die die meisten Menschen nicht lesen können." (Nachwort des Autors)

Cixin Liu

Die drei Sonnen

(2017)



"Herodot aus Halikarnassos (um 484 - um 425 v. Chr.), schon von Cicero als pater historiae (Vater der Geschichte) bezeichnet, schrieb sein Geschichtswerk, "damit die von Menschen vollbrachten Taten nicht mit der Zeit in Vergessenheit geraten und die großen und bewunderungswerten Leistungen der Griechen und Nichtgriechen nicht ohne Nachruhm bleiben".
Das 1. Buch enthält die Geschichte des steinreichen Lyderkönigs Kroisos (Kandaules und Gyges; Solon; Ursprünge Athens und Spratas) und des Perserkönigs Kyros, der Kroisos besiegte und sich ein gewaltiges Reich unterwarf." (Klappentext)

Herodot:

Historien
1. Buch
Griechisch/Deutsch




 „Ich habe meine Methode in dieser Schrift so genommen, wie ich glaube, daß sie die schicklichste sei, wenn man vom gemeinen Erkenntnisse zur Bestimmung des obersten Princips desselben analytisch und wiederum zurück von der Prüfung dieses Princips und den Quellen desselben zur gemeinen Erkenntniß, darin sein Gebrauch angetroffen wird, synthetisch den Weg nehmen will. Die Einteilung ist daher so ausgefallen:

1. E r s t e r  A b s c h n i t t: Übergang von der gemeinen sittlichen Vernunfterkenntniß zur philosophischen.

2. Z w e i t e r  A b s c h n i t t: Übergang, von der populären Moralphilosophie zur Metaphysik der Sitten.

3. D r i t t e r  A b s c h n i t t: Letzter Schritt von der Metaphysik der Sitten zur Kritik der reinen praktischen Vernunft.“ (Vorrede)


Immanuel Kant:

Grundlegung zur Metaphysik der Sitten 
(1785)





Günter Grass:

Mein Jahrhundert
(c) 1999

"Der Ordnung halber hat man die Boxer auf dem Platz am Chienmentor, direkt vor der Mauer, welche die Mangschustadt vom gewöhnlichen Teil Pekings trennt, zusammengetrieben. Ihre Zöpfe waren aneinandergebunden, was komisch aussah. Dann wurden sie in Gruppen erschossen oder einzeln geköpft. Doch über das Grausige hab ich meiner Verlobten kein Sterbenswörtchen geschrieben, nur über hundertjährige Eier und Dampfknödeln auf chinesische Art."
(S. 8 - "1900")

Sonntag, 7. August 2016

Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger Literatur





1901

Sully Prudhomme
(1839–1907)
Franzose

„als Anerkennung seiner ausgezeichneten, auch noch in späteren Jahren an den Tag gelegten Verdienste als Schriftsteller und besonders seiner Dichtungen, die hohen Idealismus, künstlerische Vollendung und eine seltene Vereinigung von Herz und Geist bezeugen“


 1902

Theodor Mommsen
(1817–1903)
Deutscher

„dem gegenwärtig größten lebenden Meister der historischen Darstellungskunst, mit besonderer Berücksichtigung seines monumentalen Werkes ‚Römische Geschichte‘“





1903

Bjørnstjerne Bjørnson
(1832–1910)
Norwege

„als ein Beweis der Anerkennung für seine edle, großartige und vielseitige Wirksamkeit als Dichter, die immer durch einmalige Frische der Eingebung und durch eine seltene Seelenreinheit ausgezeichnet war“








1904 (doppelt vergeben)

Frédéric Mistral
(1830–1914)
Franzose

„mit Bezug auf die frische Ursprünglichkeit, das Geistreiche und Künstlerische in seiner Dichtung, die Natur und Volksleben seiner Heimat getreu widerspiegelt, sowie auf seine bedeutungsvolle Wirksamkeit als provenzalischer Philologe“










1904  (doppelt vergeben)

José Echegaray
(1832–1916)
Spanier

„mit Bezug auf seine umfassende und geistreiche Verfasserschaft, die auf selbständige und originelle Weise die großen Traditionen des spanischen Schauspiels wiederbelebt hat“





1905

 
Henryk Sienkiewicz
(1846–1916)
Pole

Begründung: ...„auf Grund seiner großartigen Verdienste als epischer Schriftsteller“







 
 

1906

Giosuè Carducci
(1835–1907)
Italiener

Begründung: ... „nicht nur in Anerkennung seiner reichen Gelehrsamkeit und seiner kritischen Forschungen, sondern vor allem als eine Huldigung für die plastische Energie, die Frische des Stils und die lyrische Kraft, die seine poetischen Meisterwerke auszeichnen“






1907

Rudyard Kipling
(1865–1936)
Brite, geboren in Bombay

Begründung: ... „in Anerkennung der Beobachtungsgabe, der ursprünglichen Einbildungskraft sowie der männlichen Stärke in Auffassung und Schilderungskunst, die die Schöpfungen dieses weltberühmten Schriftstellers auszeichnen“